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Unendliche Geschichte – Gastronomie im Strombad

Wer davon ausgegangen ist, alles wird gut, wird vermutlich enttäuscht sein. Die Karten für die kulinarische Versorgung des Strombades und seiner Gäste sind jetzt wieder neu gemischt.

Egal welche Position man zu „da Conte“ eingenommen hat. So oder so.  Jede Konsequenz ist obsolet. Da Conte ist Geschichte. Wie so viele andere glücklose Betreiber vom „Donaurestaurant“, hat auch Milan das Handtuch geworfen. Warum auch immer.

Speisekarte
Fischerstub’n

Das Restaurant Fischer hatte lange Zeit Pause gemacht, jetzt ist es wieder geöffnet. Vielleicht hat man dort gehofft, die Menschen vergessen. Aber vielleicht ist es auch ein Zeichen, dass der Name geändert wurde. Bleibt nur zu hoffen dass nicht bloss über den alten Eintopf der Name „Fischerstub’n“ gestülpt wird.  Auf der Speisekarte und der Küche findet man jedenfalls Bekanntes. Ein Selbstversuch wird es zeigen, ob ein nochmaliger Besuch lohnt und nicht nur Buchstaben auf einem Schild verändert wurden.

DONAU Restaurant & Brauerei

Das Donaurestaurant hat dem Vernehmen nach auch wieder einen neuen Betreiber gefunden. Wann wird eröffnet?  Auf einem Pizzakarton ist in kindlicher Handschrift gekritzelt „öffnet am Mittwoch“. Welcher da gemeint war, ist ungewiss. Mittwoch 25.4.2018 war jedenfalls noch Baustelle.
Wie das Lokal heissen soll, weiss offenbar auch noch keiner der multikulturellen Truppe, die sich um den Umbau kümmert. „Brauerei“ ist auch noch zu entziffern. Spannend!

Update 2.5.2018
Die Katze ist aus dem Sack, Kreative haben einen Namen für das Lokal gefunden: „DONAU Restaurant & Brauerei“

Dass die deutsche Sprache keine Bedingung für eine ausgezeichnete Küche sein muss, davon müssen wir einmal ausgehen. Bleibt nur zu hoffen, dass es eine lesbare Speisekarte gibt und Personal, das zumindest unsere Bestellungen versteht.

Alles in allem dürfte es eine spannende Saison werden, die sehr vielversprechend – zumindest was das Wetter anbelangt –  begonnen hat. Ich wünsche allen Freunden des Strombades eine wundervolle Zeit im kleinen Paradies vor den Toren Wiens.

 

 

Sommernachtsfest am Donaustrand

Am Samstag den 1.Juli 2017 fand bei optimaler Witterung das 2. Sommernachtsfest statt. Das Ristorante Trattoria Da Conte hat mit italienischen Gaumenfreuden und Cocktails für den perfekten Rahmen gesorgt. Der wunderschöne Blick auf das Wasser mit den vorbeifahrenden, beleuchteten Schiffen hat das perfekte Sommerfeeling gebracht und die klosterneuburger Band „Triple A“  hat dieses wunderbare Event musikalisch begleitet.

Bis fast 23 Uhr war die „Tanzwiese“ vor dem Pavillon von tanzbegeisterten in Beschlag genommen worden. Die gute Stimmung soll bis in die Morgenstunden angehalten haben …

Der Selbstversuch – daConte Kritzendorf

Mediterranes Flair ist nun in Kritzendorf zu finden

Just ein „Frühlingstag“ mitten im Dezember sollte jener Tag  werden, an dem das Donaurestaurant „NEU“ auf Fisch und Fleisch getestet wird.

Weder die Mucha noch Gault Millau haben anonym getestet, sondern Bewohner vom Strombad. Ein Selbstversuch mit der Hoffnung, der Brechreiz beim Gedanken an die vorhandene Gastronomie möge sich nicht wieder einstellen.

Ob der wenigen Besucher an den ersten Öffnungstagen wären wir beinahe leichtsinnig gewesen und haben daran gedacht, ohne Reservierung aufzutauchen. Wenn man korrekte Freunde hat die jedenfalls reservieren, bekommt man dann doch den Fensterplatz.

Das Lokal war an jenem Samstag gegen 13:00 nicht voll, aber sehr gut besucht. Der Padrone verrät uns später, dass es am vorigen Wochenende so richtig voll war.

img_2460sNettes Gedeck, Weissbrot mit Olivenöl und Peperoni wird serviert, wärend man in der umfangreichen Speisekarte schmökert. Wenn man italienische Küche mag fällt es nicht leicht, schnell etwas auszusuchen.  Viele Köstlichkeiten werden da neben einer langen Liste an Pizzavarianten angeboten. Die Tagesspezialitäten sind heute ganze Fische wie etwa Seeteufel oder Branzino.

Unzählige Fleisch- Fisch- und Pastagerichte stehen zur Auswahl. img_2461sDie Portionen die so an die benachbarten Tische serviert werden finden unsere Beachtung. Wer auch immer hier in der Küche das Sagen hat, der (die) Person hat jedenfalls Ahnung wie man Speisen präsentiert.
Die Wahl für den Wein fällt einstimmig auf einen Pino Griggio, nachdem jeder von uns sich für ein Gericht entschieden hat, bei dem entweder Fisch oder Meeresfrüchte dabei sind. Hier eine leichte Enttäuschung: der Wein hat Zimmertemperatur und das bekommt dem Wein nicht gut.

Auch die Wahl einer Vorspeise fällt nicht leicht, aber eine gemischte Vorspeisenplatte und Carpaccio di Manzo kann nie verkehrt sein. Eines können wir bereits nach der Vorspeise sagen. Die Speisen sind nicht nur appetitlich angerichtet, sie schmecken auch ebenso.

Der aus Istrien stammende Milan Sommerlechner, der Padrone und seine Familie bemühen sich sichtlich, italienisches Flair zu verbreiten. Das gelingt ihnen wirklich gut. Nicht nur durch die Vokabeln die sie beim Service verwenden, auch die Einrichtung vermittelt südländisches Ambiente. Was durchaus ebenfalls in dieses Bild passt, ist die Zeit die zwischen den Gängen vergeht. Wer unter Zeitdruck steht, wird vermutlich nervös. Wenn man allerdings gemütliche Stunden mit Freunden verbringen möchte. ist man hier bestens aufgehoben.

Die Teller der Vorspeisen waren schon groß. Die muschelförmigen Platten der Hauptspeisen haben jedoch den Tisch an die Grenzen seiner Aufnahmefähigkeit gebracht. Kerze, Gesteck und die Gewürze der Vorspeisen mussten abgeräumt werden, um auch noch Platz für die Wein- und Wassergläser zu haben. Auch hier wieder. Nicht nur ein Augenschmaus sondern wirklich erstklassige italienische Küche. Chapeau! So mancher City-Italiener sieht neben da Conte alt aus.

Fazit: Die Trattoria daConte ist das Beste, was Kritzendorf in den  zumindest letzten 20 Jahren passiert ist. Die Preise erscheinen uns, angesichts dessen was geboten wird, durchaus vernünftig und angemessen. Für die Sommersaison wird man sich allerdings für Mittags eine alternative Karte überlegen müssen.

Wir wünschen Padrone Milan und seinem Team alles Gute, viele zufriedene Gäste, die (wie wir) gerne wiederkommen und vor allem: kein Hochwasser für die nächsten 25 Jahre. ;-))

Trattoria da Conte – die neue Hoffnung

Das Donaurestaurant ist tot, es lebe das Donaurestaurant.

Nachdem der Hoffnungsträger der vergangenen Saison die Gäste mit ungeniessbaren „echten selbstgemachten bosnischen Cevapcici“ aus der Tiefkühltruhe beglückt hat, ist nun ein Italiener angetreten, mit Fischspezialitäten, Pizzen und Pasta die Gäste zu verwöhnen.

daConte Schild Die Augen essen bekanntlich mit und was hier am Tag nach der Eröffnung so geboten wird, ist schon beeindruckend. Nicht weil es nicht schwierig ist, die Darbietungen der letzten Jahre zu überbieten.

Das Lokal ist hell und gemütlich, hübsch gedeckte Tische und freundliches Personal empfängt den Gast. Wenn es draussen (wie heute) unfreundlich und kalt ist, empfindet man das Ambiente drinnen mit brennenden Holz im Kamin nocheinmal einladender.

Es bleibt zu hoffen, dass die Verpackung das hält was sie verspricht. Die Vorzeichen sind nun einmal sehr vielversprechend und der Selbsttest wird die Zweifel beseitigen.

Das Restaurant bleibt das ganze Jahr über geöffnet. Während der Wintersaison wird eine Tischreservierung nicht notwendig sein. Wer dennoch anrufen möchte : 0650 / 544 60 60

Donaurestaurant – Ein Selbstversuch

Die kulinarische Einöde scheint ein Ende zu haben. Unter bosnischer Führung bietet das Donaurestaurant nun „Wiener Küche“ und einfache Speisen an.

Geredet wird bekanntlich viel. Aber meistens ist an Grüchten etwas Wahres dran. Nur ein Selbstversuch kann hier Klarheit bringen, ob das Lokal für mehr als einen Besuch taugt.

Die Karte ist übersichtlich, für den kleinen Hunger findet man schnell etwas. Cevapcici zum Beispiel. Oder Salat mit Hünerbruststreifen. Oder vielleicht ein getoastetes Brot mit scharfen Aufstrich.

Mit mehr Gästen hat man offenbar nicht gerechnet. Bevor wir zu viert am Tisch Platz nehmen können, muss dieser samt Sessel und Sitzauflagen erst gereinigt werden. Der Tisch steht nun leider unter einer Linde, und von diesen schattenspendenden Ungetümen gibt es dort gleich mehrere.

Es ist sehr warm und der Durst groß. Die Getränke werden schnell serviert, aber der Weiße Spritzer und Aperol Spritz sind lauwarm. Zusätzliches Eis dauert etwas länger. Das Bier dürfte im Kühlschrank gewesen sein.

Jeder hat so seine Erwartungshaltung, wie etwas schmeckt oder aussieht. Eine 10×10 cm große Fleischbank aus faschiertem (hoffentlich) Fleisch mit Einkerbungen, die Cevapcici andeuten sollen, fallen definitiv nicht unter ein vorhandenes Erinnerungsmuster. Eine Dame am Nachbartisch bekommt unsere angeregte Diskussion über die kulinarische Creation mit und meint „…  die Cevapcici sind selbst gemacht, die Chefin ist aus Bosnien und weiss wie man die macht …“

Nachdem auch der Geschmack an alles andere, nur nicht an Cevapcici erinnert, schicken wir das Gericht mit besten Gruß an die Küche zurück. Das getoastete Schwarzbrot und der Salat mit Hühnerbruststreifen schmeckt zwar anders als erwartet,  ist aber genießbar.

Durchaus positiv ist jedoch das „Beschwerdemanagement“ des Lokals zu bewerten. Die Chefin entschuldigt sich persönlich dafür, dass es nicht geschmeckt hat und verrechnet die „bosnischen Cevapcici“ nicht.

Beim Gehen kommen wir an dem im Freien stehenden Griller vorbei und können beobachten, wie die nächste Portion der selbsgemachten Cevapcici zubereitet werden.  Der Koch entnimmt einer Plastikfolie ein weißes Etwas und legt es auf die heiße Grillplatte. Nach 15 Sekunden wird das Etwas rot und es ist zu erkennen, dass es sich dabei um die tiefgefrorenen Fleischblöcke mit den Einkerbungen handelt.

Traurig wandern wir den Treppelweg entlang und hoffen insgeheim, dass es für die Bewohner und Besucher des Strombades bald eine Gastronomie gibt, die nicht schon beim Gedanken daran ein flaues Gefühl hervorruft. Einen nochmaligen Besuch wird es nicht geben. Für Notfälle gibt es ja noch die Pizzerie MERA.

Schlussbemerkung
Dieser Erlebnisbericht gibt eine rein subjektive Wahrnehmung wider, die nicht mit dem allgemeinen Empfinden übereinstimmen muss.

Flussmenschen

Grün, grau, braun – nein, blau ist sie nicht, die Donau, aber im Sonnenschein changiert sie in den wärmsten Erdtönen. Während andere von mehr Meer träumen, finde ich das kleine Sommerglück im Strombad Kritzendorf vor den Toren Wiens. Die Donau führt hier Regie. Erst vor kurzem bäumte sie sich in voller Kraft auf – und verließ für einen Augenblick ihr Bett. Mit kleineren und auch großen Hochwassern lernt man hier zu leben. Die Donau ist, was sie ist – eine Naturgewalt. Und wahre Flussmenschen verneigen sich vor ihr.

Als meine Schwester und ich klein waren, da machte uns unser Vater zu Flussmenschen. Wir spielten am Strand, eingehüllt in diesen ganz eigenen Duft der sonnenwarmen Steine. Wir wussten, wo die Donau sanft und wo sie wild war, wo man sich treiben lassen durfte und wo die Stromschnellen gefährliche Strudel entfachen konnten. Unser Vater teilte mit uns die Geschichten dieses Stroms, der zu seiner Lebensader geworden war, er erzählte von fernen Ländern, die die Donau auf ihrer langen Reise durchfließt, und von den eigenen Erinnerungen.

Auch der Wiener Liedermacher Ernst Molden wurde durch meinen Vater zum Flussmenschen. Er hat die Liebe zur Donau in Musik verwandelt, seine Lieder begleiten nun die Erinnerungen, die an mir vorbeitreiben. Und diese wunderbare CD „schdrom“hat er Ernst Trost gewidmet, dessen Lebensweg genau heute vor einem Jahr am Strom endete.

(Quelle: Franziska Trost, KronenZeitung 24.7.2016)

Krido Open 2016

Sonntag, 31.Juli 2016

Bereits zum 3.Mal findet heuer das große Sommerfest im Strombad Kritzendorf statt, das von der „Kulturinsel Strombad Kritzendorf 2024“ organisiert wird. Das Programm ist wieder sehr vielfältig und bietet Vernissagen, Vorträge und Kulinarisches. Viele Bewohner öffnen ihre Gärten und Häuser. So können Sie Kritzendorf „Live“ erleben. Das Kinderprogramm kommt nicht zu kurz, ebenso ist am Abend für Unterhaltung gesorgt. Ab 18:30 gibt es im Pavillon auf der großen Wiese Kabarett mit Werner BRIX und danach rockt Meena CRYLE mit ihrer Band.

Eintritt ist wie immer frei, über Spenden freut sich der Verein in jedem Fall. Werden doch mit dem gesammelten Geld historische Gebäude im Strombad (wie der Musikpavillon) renoviert und erhalten.

Die Donau ist ein schneller Kanal

In Kritzendorf ist man froh, wenn es (nach dem Florianiprinzip)  woanders regnet. Idealerweise dann auch nicht im Einzugsbereich der Donau. Heute ist wieder so ein Tag.

Donaustrand VormittagDie Donau präsentiert sich mit moderatem Wasserstand, knapp unter 3 Meter. Das bedeutet für Kritzendorf, es gibt einen feinen Sandstrand am Donauufer. Fast wie in Italien. Ideal zum Baden, vor allem die Kinder haben damit spass. Es sind doch Ferien.

Als gelernter Kritzendorfer beobachtet man das Wettergeschehen sehr genau. Bei uns hat es zuletzt wenig geregnet. Stromaufwärts dürfe aber einiges abgegangen sein. Die Wasserstandsnachrichten sagen uns, was das bedeutet. Der Wasserstand der Donau steigt innerhalb von vielleicht 24-48 Stunden um satte 2,5 Meter, also fast die doppelte Wassermenge. Wasserstandsprognose-20160712Der Grund für diesen raschen Anstieg kennt man. Die Donau hat kaum Retentionsflächen, auf ihrer gesamten Länge bis Wien gibt es eine Vielzahl an Wasserschutzbauten, die den Fluss zu einem Kanal machen. Die Gemeinden arbeiten auch wieder nach dem Florianiprinzip. Die anderen sollen sollen schauen, wie sie mit dem vielen Wasser zu Rande kommen. Hauptsache nicht bei uns.

Als gelernter Kritzendorfer weiss man aber auch, diese Prognose ist nicht bedrohlich. Kritisch wird es erst, wenn die Prognose lautet: 6,0 Meter weiter steigend. Der hydrografische Dienst meint, maximal 6,1 Meter sollen es diesmal werden. Wir hoffen dass sie Recht behalten.

Donauufer 20160712 Donauufer 20160715

Am Freitag in der Früh war der Pegelhöchststand erreicht und einen Tag später wieder bei 5,0 Meter. Wieder einmal Glück gehabt.

Schnell ermittelt im Strombad

Wie schon des öfteren in der Vergangenheit, wird die Siedlung im Zeitraum Mitte Juni bis Mitte Juli 2016 wieder zur Kulisse eines Spielfilms. ursula-straussNach Tatort und SoKo Donau wird diesmal Ursula Strauss in einer weiteren Folge von „Schnell ermittelt“ im Strombad nach einem Täter suchen. Unterstützung bekommt das Filmteam von einer fliegenden Kamera für Aufnahmen aus der Luft. Also wenn ein Surren in der Luft zu hören ist: keine Angst, es sind (noch) keine Gelsen. Es ist bloß ein uLFZ.

Der Sommer kann kommen

Die Riviera an der Donau ist bereit

LiegewieseDie große Liegewiese ist saftig grün, der Donaustrand ist von Sperrmüll gereinigt und auch für Kinder nun gefahrlos zu betreten. Der Wettergott hat Kritzendorf diesmal vom Hochwasser verschont und die Wassermassen woanders verteilt.

Das Donaurestaurant wird am 13. Juni 2016 offiziell den Betrieb aufnehmen, die Renovierungsarbeiten laufen auf Hochtouren. Die ersten Speisen und Getränke kann man beim „Soft-Opening“ schon ab kommender Woche (9.6.2016) probieren.